Schritt 1: Game-Konzept definieren
Genre (Puzzle, Shooter, RPG, Simulation), Zielplattform (Mobile, PC, Konsole), Zielgruppe (Kinder, Casual Gamer, Hardcore), Monetarisierung (kostenlos mit Ads, Premium, In-App-Käufe), alleine oder im Team — all das vor dem ersten Code-Review klären.
Schritt 2: Die richtige Game Engine wählen
Unity (empfohlen für die meisten)
Weltweite Nr. 1 für Mobile und Indie-Games. C# als Sprache. Riesige Community, viele Tutorials, großer Asset Store. Kostenlos für Umsätze unter 100.000 USD/Jahr. Läuft auf Windows, Mac, Linux.
Godot (Open Source)
Komplett kostenlos, leichtgewichtig, eigene Scriptsprache GDScript (Python-ähnlich). Ideal für 2D-Games und Einsteiger. Community wächst stark. Kein Lizenzmodell wie Unity.
Unreal Engine
Für AAA-Grafik und anspruchsvolle 3D-Games. Sehr mächtig, aber steile Lernkurve. C++ und Blueprint (visuelles Scripting). 5% Royalty ab 1 Mio. USD Umsatz.
Schritt 3: Grundlegende Game-Mechaniken
Game Loop (Update, Render), Physik-Engine, Kollisionserkennung, Kamera-System, Input-Handling, Sound-System. In Unity und Godot sind diese Grundlagen bereits eingebaut — Sie konfigurieren, statt von Null aufzubauen.
Schritt 4: Assets erstellen
2D-Grafiken (Aseprite, Photoshop), 3D-Modelle (Blender — kostenlos), Musik und Soundeffekte (Freesound.org für kostenlose Sounds, Lizenzkauf auf Epidemic Sound). Tipp: Für Prototypen zuerst mit Placeholder-Assets arbeiten.
Schritt 5: Testing und Balancing
Playtesting von Anfang an. Schwierigkeit balancen. Performance optimieren (besonders Mobile: 60 FPS bei alten Geräten). Bug-Tracking mit Jira oder Notion.
Schritt 6: Veröffentlichung
Mobile: Google Play und App Store. PC: Steam (einmalig 100 USD). Konsole: Deutlich komplexer — Publisher oder Self-Publishing-Programme der Konsolenhersteller.
Ein einfaches Mobile-Game: 3–6 Monate solo. Ein mittleres Indie-Game: 1–3 Jahre mit kleinem Team. Die meisten Game-Projekte scheitern nicht an Technik, sondern an fehlender Disziplin, schlechtem Scope-Management oder mangelndem Marketing.